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Dezember

 
Themen in dieser Ausgabe:

  Wir wünschen ein frohes Fest!
  Psyllium Preise bleiben auf hohem Niveau
  Marktbericht Guarkernmehl
  Marktbericht Johannisbrotkernmehl
 

Wir wünschen ein frohes Fest!



Ein ereignisreiches Jahr liegt fast hinter uns. In Politik und Wirtschaft gab es Veränderungen, die auch in unserer Branche zu spüren sind. Umso wichtiger wird es, dass man auf Partnerschaft zählen kann. Wir möchten Ihnen für die gute Zusammenarbeit danken, die wir gern auch in 2017 fortsetzen möchten.

Ihnen, Ihrer Famile und allen Kolleginnen und Kollegen wünschen wir eine ruhige und besinnliche Weihnachtszeit und alles Gute für einen glücklichen und erfolgreichen Start ins neue Jahr!

Wir verzichten bewusst auf das Versenden von Karten und Geschenken und sind uns sicher, dass Sie sich über weihnachtliche Wünsche auf dem elektronischen Weg ebenso freuen. Wie bereits in vergangenen Jahren untertützen wir die Eckhard Busch Stiftung mit einer Spende.

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Psyllium Preise bleiben auf hohem Niveau

Die Anfang 2016 von vielen Produzenten prognostizierten Preissenkungen sind aufgrund der schlechten Ernte nicht eingetreten. Durch den um ca. 30 % geringeren Ertrag haben die Preise stufenweise zu einem starken Anstieg geführt.

Hinzu kam die weiterhin steigende Nachfrage aus der Lebensmittelindustrie, der Pharmaindustrie und für den Endverbraucherbedarf.

Tatsächlich konnten wir eine verstärkte Nachfrage feststellen. Der Trend hin zu glutenfreien Lebensmitteln setzt sich fort und Psyllium ist für viele Anwendungsbereiche ein interessanter Rohstoff geworden.

Die Aussaat für die Ernte im nächsten Jahr (März/April) hat bereits zwischen Oktober und November stattgefunden und ist mittlerweile abgeschlossen. 

Eine Aussage über die Erntemengen, die Qualität und die daraus folgende Preisentwicklung kann erst ab ca. Februar getroffen werden. Bis dahin gehen wir von stabilen Preisen auf hohem Niveau aus. Leider hilft momentan ein starker Dollar nicht, die Preise zu senken.

Aufgrund der derzeitigen Marktsituation empfehlen wir Deckung für das erste Quartal 2017.

Alexei Justiz
19.12.2016

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Marktbericht Guarkernmehl

Wir sind vor wenigen Tagen von einer Reise nach Indien zurückgekehrt.

Nachdem die Ernte eingebracht wurde, konnten wir uns einen Überblick über die gegenwärtige Situation verschaffen.

Unsere Reise wurde überschattet von der von der indischen Regierung angeordneten Nacht-und Nebelaktion mit der Ungültigkeitserklärung aller großen Geldscheine. Damit wurden 85 % der sich im Umlauf befindenden Geldscheine ungültig. Angeblich besteht das Barvermögen in Indien bis zu ca. 50 % aus Schwarzgeld. Das soll mit dieser Aktion vom Markt genommen werden. Der Schaden geht für die Schwarzgeldbesitzer in die Milliarden.

Was hat diese Entscheidung mit Guarkernmehl zu tun?
Die meisten kleineren Bauern verfügen über kein Bankkonto und wickeln alle Geschäfte in bar ab. Da kaum noch Bargeld verfügbar ist, konnten die Bauern auch keine Rohware auf den Markt bringen. Das führte logischerweise zu einer Verknappung und damit zu Preissteigerungen. Vor dieser unvorhersehbaren Aktion der indischen Regierung begannen die Guarpreise leicht zu fallen. Nun sind sie allerdings wieder angestiegen.

Die Umtauschaktion in neue Rupien-Scheine ist in vollem Gange, allerdings erwartet man keine kurzfristige Entspannung. Man geht davon aus, dass es noch Monate dauern wird, bis wieder ausreichend Barmittel zur Verfügung stehen. Tatsache ist, dass die Inder stundenlang vor den Banken stehen, um legale Barmittel (Nachweis der Herkunft wird verlangt) in neue Scheine umzutauschen.

Aufgrund dieser gegenwärtigen Situation und einer ansteigenden Nachfrage nach Guarkernmehl für den amerikanischen Fracking-Markt (Trump-Effekt) ist mit einem zumindest stabilen Guarpreis zu rechnen. Allerdings hören wir, dass in den letzten Tagen die riesigen Guarbestände in Houston/Texas an die Ölfirmen in wenigen Tagen abverkauft wurden.

Bei Neuauffüllung der Läger kann durch die großen Mengen der Preis anziehen, zumindest aber fest bleiben.

Dietmar Neupert
7.12.2016

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Marktbericht Johannisbrotkernmehl

Die 2016er Ernte ist beendet und Ernüchterung ist eingetreten.

Mehrere Wochen vor der Ernte gab es sehr positive Anzeichen und Berichte aus den Anbauländern im Mittelmeerraum. Die Ertragsmenge wurde als sehr gut eingeschätzt und auch eine gute Qualität wurde vorhergesagt.

Tatsächlich ist der Ernteertrag hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Qualität der Kerne wird als durchschnittlich bewertet.

Erntemengen 2016 (in Tonnen):

Spanien 8.000
Marokko 12.000
Italien 4.000
Türkei 1.500
Portugal 2.500
Algerien 1.000
Griechenland 1.000
Andere 1.000
   
Gesamt 31.000






















Der Weltmarktbedarf liegt bei ca. 34.000 t p.a.

Überhänge aus der letztjährigen Ertne sind minimal. 

Gingen wir noch vor der Ernte von leicht fallenden Notierungen aus, so ist das Gegenteil eingetreten. Die Preise haben angezogen, zumal sich die Kibbler mit Angeboten für die Kerne deutlich zurückgehalten haben. Teilweise war es für die Johannisbrotkernmehl-Produzenten sogar schwierig, ausreichende Mengen an Rohware zu bekommen.

Wir erwarten daher für die nächsten Monate stabile Preise auf dem bereits etwas erhöhten Niveau. Allerdings versuchen die Kibbler besonders in Marokko und Spanien durch ein geringes Angebot an Kernen die Preise hochzuhalten.

Dietmar Neupert
07.12.2016

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